Das Wahrzeichen Zieraus

Mühlenverein erhält technisches Denkmal

Sie ist das Wahrzeichen Zieraus. Die Bockwindmühle aus dem Jahr 1755 zieht jährlich hunderte Besucher in den beschaulichen Ort. Zum Mühlentag am Pfingstmontag und zum Tag des offenen Denkmals können sie die Mühle in Aktion erleben. Sie hören dann das Ächzen der hölzernen Mühlenflügel, sehen die großen Mühlsteine in Bewegung und riechen das Getreide und das Holz. Dass Geschichte so erlebbar wird, ist dem Zierauer Mühlenverein unter Vorsitz von Hans-Georg Wagner zu verdanken, der seit Jahrzehnten für den Erhalt der Windmühle kämpft. Den Grundstein dafür hatte einst die LPG gelegt. Nach der Wende sprang der Verein ein und schaffte es, das technische Denkmal der Nachwelt zu erhalten. Erst in den zurückliegenden Jahren konnten dank Fördergeld verschiedene Sanierungsmaßnahmen realisiert werden. So sind 2007 die Flügel erneuert worden. „2007/2008 war dann auch die Außenhaut dran“, berichtete Wagner. Doch an so einem alten Bauwerk wie der Mühle, gibt es immer etwas zu tun, weshalb die Vereinsmitglieder auch schon wieder Pläne haben, wie das Gesicht der Mühle, der sogenannte Sterz, verjüngt werden kann. Eine weiteres Vorhaben ist bereits sichtbar. Das hölzerne Gerüst für eine Schützhütte ist errichtet und soll in diesem Jahr, sobald das Holz vorhanden ist, Wände und Dach erhalten. Es habe sich gezeigt, das die bisherigen Unterstellmöglichkeiten nicht ausgereicht haben. „Ob Sonne, Wind oder Regen, die Gäste nutzen gern die Hütte“, so Wagner. Eine der vorhandenen Sitzgelegenheiten auf dem Gelände sei auch vor kurzem eingestürtzt, so das Ersatz her musste. Vor allem Sven Mol, Mario Stock und Robert Wagner haben sich für das Projekt eingesetzt. Spenden dafür sind jederzeit willkommen, so der Vereinschef.

Die Mitgliederzahl liegt konstant bei mehr als 100. Momentan sind es 104 Männer und Frauen, die sich dem Mühlenverein angehörig fühlen. Die Jahreshauptversammlung ist in Vorbereitung, berichtet der Vorsitzende. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)