Fußball als wichtiger Motor

SV Germania Zethlingen

Seit 91 Jahren gibt es den Sportverein (SV) Germania Zethlingen. Das 90-jährige Jubiläum feierten die Sportbegeisterten und die Büger 2010 beim dreitägigen Dorffest. Für die Fußballbegeisterten gab es im vergangenem Jahr einen neuen Fußboden für’s Sportlerheim, neue Stühle, neue Tische und zwei nagelneue Tore.
Der Verein unter dem Vorsitz von Helmut Wienert hat gegenwärtig 52 Mitglieder. Davon sind 22 im aktiven Spielbetrieb.
Die Spieler kicken in der zweiten Kreisklasse.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Eine Zeitreise zurück in den germanischen Alltag

Langobardenwerkstatt lockt jedes Jahr viele Besucherguppen an

Mystisch, historisch, einzigartig: Die Langobardenwerkstatt auf dem Mühlenberg in Zethlingen ist ein ganz besonderer Ort. Ein Ort, der auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist und Geschichte lebendig macht. 1990 entstand die Langobardenwerkstatt als Außenstelle des Salzwedeler Danneilmuseums auf dem Hügel, der als germanisches Brandgräberfeld schon lange bekannt war. Bis heute konnten fast 2000 Gräber wissenschaftlich erfasst werden.
In den Jahren seit 1990 erfolgten auf dem Mühlenberg viele Versuche, die Lebensumstände der hier vor 2000 Jahren siedelnden germanischen Bevölkerung zu erkunden.
Töpfern, Weben, mit Pflanzen Stoffe einfärben, Drechseln, Bogenschießen oder Backen: Heute können Besuchergruppen in der Langobardenwerkstatt den Alltag der germanischen Vergangenheit anschaulich nacherleben.
Am 1. Mai, pünktlich zum Saisonbeginn, wird im Ausstellungshaus eine feste Ausstellung eröffnet. „Zethlingen und die Langobarden – Germanisches Leben zwischen Antike und Gegenwart“ wird verschiedene Themen behandeln.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Vom Streitschlichterkurs bis zu religiösen Fragen

Beliebt für Klassenfahrten oder Seminare: das Erlebnishaus

Soziales Lernen födern – abseits der Schule und des stressigen Alltags. Dies ist das ambitionierte Ziel des Erlebnishauses in Zethlingen. Die ordinierte Gemeindepädagogin Birgit Molin leitet das Erlebnishaus. Hunderte Schüler jährlich beherbergt das Gebäude, welches 1886 als Pfarrhaus für die große Pfarrfamilie gebaut wurde. Seit 1965 ist das Gebäude ein Freizeitheim. Nach der Wende genügte der Standard des Hauses nicht mehr aus. Das Pfarrhaus inklusive eines Neubaus sind seit 2005 fertiggestellt.
“ Schon immer war das ein Ort an dem zusammen etwas erlebt werden konnte“, sagt Birgit Molin. Die Einrichtung verfolgt den christlichen Bildungsauftrag, so Pädagogin Molin. „Die Kinder sollen lernen, selbstsicherer zu werden und mit ihrem Handeln in erster Linie sich selbst und nicht andere überzeugen zu wollen.“ Religiöse Fragen werden ebenso besprochen wie Streitpunkte zwischen Kindern. „Auch wenn nicht christliche Schüler zu uns kommen – Fragen zur Kirche kommen während des Aufenthalts oft zur Sprache“, sagt Birgit Molin.
Das Angebot an Aktivitäten, egal ob für Erwachsene oder Kinder, ist groß: Streitschlichterkurse, Lagerfeuerabende, Theaterprojekte oder Werkstattarbeiten können zum Beispiel absolviert werden.
Das Verhältnis zu Zethlingen sei gut, so Birgit Molin. „Die Zethlinger, beispielsweise die Feuerwehr, die Ortsbürgermeisterin oder die Landwirte, unterstützen uns. Das Haus ist so lang da, es ist schon im Dorf etabliert.“
Nicht nur aus der Altmark kommen Besucher zu einem Aufenthalt ins Erlebnishaus. Über die Landesgrenzen hinaus ist es als Klassenfahrts- und Ausflugsziel bekannt. Bis zu 200 Leute könne tagsüber im Haus aktiv sein. 38 Betten, plus einiger Aufbettungsmöglichkeiten, bietet die christliche Herberge.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)