Präperator mit Liebe zum Tier

Sallenthiner ist mehrfacher Europa-und Weltmeister in seinem Fach

Er liebt es, die Natur und das Verhalten von Tieren in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten. Vielleicht gelingt es dem Tierpräperator Thomas Bauer deshalb so gut, seine Präperate so aussehen zu lassen, als hätte der Betrachter ein lebendiges Tier vor sich. Seine Kunstfertigkeit in seinem Beruf brachte dem Sallenthiner schon mehrere Europa- und Weltmeistertitel. Wer in sein Haus kommt, kann dort seine Kenntnisse heimischer Tiere überprüfen. Ob Rotmilan, Wiesel, Mufflon oder Fischotter: Es gibt nur wenige europäische Wildtierarten, die der Präperator noch nicht für die Nachwelt erhalten hat. Sein großes Ziel ist es, die Tiere möglichst natürlich aussehen zu lassen. Das beginnt bei der Körperhaltung und hört beim Gesichtsausdruck auf. Speziell nach anatomischen Gesichtspunkten gefertigte Kunstoffkörper bilden das Grundgerüst. “ Die Proportionen müssen stimmen“, so der Sallenthiner. Da dies bei vorgefertigten Modellen nicht unbedingt der Fall ist, stellt der Präperator selbst Formen her. Dies ist sehr aufwendig und nimmt viel Zeit in Anspruch. Hauptsächlich gehören Jäger zu seinen Kunden, die Trophäen präpariert haben wollen. Aber auch Fallwild landet auf seinem Tisch. Spielende Füchse , ein Braunbär, der einst in einem Gehege lebte, oder der Kopf eines Muffelwidders, der einen mit ruhiger Zuversicht anschaut, sind momentan besonders beeindruckende Präperate in dem Sallenthiner Atelier.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)