Ein Teich in der Mitte

Rundlingsdorf Cheinitz

Cheinitz ist ein wendisches Rundlingsdorf mit einem Dorfteich in der Mitte. In der Chronik zur Frühgeschichte von Cheinitz steht: „Die Häuser waren dicht aneinander gereiht, die Scheunen und Ställe lagen dahinter und gingen in feuchte Hofwiesen über. Die gut erhaltene Kirche befand sich vor dem Eingang des Ortes als Wehrkirche.“ Ein Rundling ist eine im Mittelalter entstandene Siedlungsform mit kreisförmiger Anordnung.
Das Dorf bestand ursprünglich nur aus einem Rundling. Das einzige Gebäude, welches außerhalb stand, war die Kirche. Die Bedeutung wird unterschiedlich interpretiert: Eine Vermutung ist, dass die Kirche den Eingang zum Dorf verteidigt haben soll.
Die auf dem Wiesenterrain vorhandene Markierung, etwa 700 Meter südöstlich vom Dorf gelegen, lässt laut Chronik auf die Existenz eines wendischen Rundwalls schließen.
Am besten erhaltene Rundlingsdörfer gibt es heute im Wendland und in den Niederlanden.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)