Butterhorst verweist auf Trappe

Untere Milde

Aus der Geschichte des Ortes

Butterhorst, erstmals 1280 erwähnt, setzte sich aus Botter, der früheren Bezeichnung für Trappe, und Horst zusammen. Horst bezeichnet eine Talsandinsel. Noch im 18. Jahrhundert konnte man das Dorf nur mit einem Kahn erreichen. Im 13. Jahrhundert schenkte Marktgraf Otto V. das Patronatsrecht der Kirchen beider Orte dem St. Spirituskloster von Salzwedel. 1324 gingen die Orte an die von Alvensleben. Im zweiten Weltkrieg stand bei den Orten der Längswellen-Sender „Goliath“. Er gald als die damals größte Funkstation der Welt. 1945 besetzten ihn amerikanische Truppen. Später war das Areal Gefangenenlager. Die sowjetische Armee demontierte die Anlage. Heute leben in Butterhorst 30 Einwohner. Seit dem 1. Januar 2009 ist die ehemalige Gemeinde Altmersleben mit Butterhorst ein Ortsteil der neuen Stadt Kalbe (Milde) und seit diesem Jahr Einheitsgemeinde.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Goliath-Gelände (ehem. Marinefunkstation von 1946)

Altes Fundament eines Sendemastes

Goliath – Gelände (ehem. Marinefunkstation von 1942-1945)
Das Gelände befindet sich zwischen der Ortschaft Butterhorst und der Stadt Kalbe (Milde).
Nebenstehend sehen Sie ein unbeschädigtes Fundament eines der 1946 demontierten Sendemaste des Längstwellensenders „Goliath“, der im 2. Weltkrieg zur Übermittlung von Befehlen an getauchte U – Boote diente.
Die Mastanlage für jeden Sendekreis, es waren drei an der Zahl, bestanden aus einem runden Mittelmast von 200m Höhe und einem Durchmesser von 2m. Dieser Mittelmast stand auf einer 60cm starken Porzellankugel zur Abschirmung gegen das Erdreich. Weitere fünf Dreiecksmaste mit einer Höhe von 170m gehörten zu jedem Sendekreis.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)