Burg- und Heimatmuseum “Altes Wachhaus”

     

Das ,,Alte Wachhaus”, erbaut 1584 und im ursprünglichen Zustand erhalten, ist Teil
der Wasserburgruine Kalbe. Seit 1984 sind hier Bodenfunde aus der Umgebung wie
Steinwerkzeuge, Urnen und Dokumente aus dem Leben und Wirken des 1783 in Kalbe
geborenen Prähistorikers und Pädagogen Johann Friedrich Danneil zu sehen.
Viele Berichte und Skizzen über den “Goliath”, ehemalige Marinefunkstation und
Gefangenenlager (1943 – 1945), geben Aufschluss über die Kriegsjahre in
Kalbe (Milde).
Im Naturschutzraum können Sie von April bis August die Störche auf der Burgruine
beobachten. Das “Storchenkino” ermöglicht es Ihnen.

Öffnungszeiten des Burg- und Heimatmuseum “Altes Wachhaus”  März – Oktober
Mittwoch 16.00 – 17.00 Uhr
Freitag 16.00 – 17.00 Uhr
Samstag 16.00 – 17.00 Uhr
November – Februar
Mittwoch 15:30 – 16:30 Uhr
Freitag 15:30 – 16:30 Uhr
Samstag 15:30 – 16:30 Uhr

Auf Wunsch können gerne Sondertermine mit der Tourist-Information vereinbart
werden, Tel. 039080 -97122

Kontaktdaten

Tourist-Information Kalbe (Milde)
Schulstr. 11
39624 Kalbe (Milde)

Tel.: 039080-97122

E-Mail: touristinfo@stadt-kalbe-milde.de

Eintritt Burg- und Heimatmuseum “Altes Wachhaus” und Turmbesteigung  
Erwachsene je 1,00 €
Kinder je 0,50 €

Geschichte

Viele Sanierungsarbeiten in und an der Burg, aber auch hier im „Alten Wachhaus“ trugen zur Erneuerung und Erhaltung des Burggeländes bei. Erhalten geblieben neben dem Wachhaus sind:

  • die Ruine des Palas, ein ehemaliger Rittersaal, die heute für Veranstaltungen im Sommer und Winter genutzt wird,
  • die gothische Kapellenruine,
  • der begehbare Treppen- und Hausmannsturm, der eine angebrachte Kamera zur Beobachtung der Störche trägt,
  • Schon über 400 Jahre existiert das „Alte Wachhaus“ der Stadt Kalbe (Milde). Es ist Teil der Wasserburgruine Kalbe (Milde) – einst der größten Niederungsburganlage in der Altmark – und in seinem Originalzustand erhalten geblieben.
  • mehrere Gewölbekeller
  • einer der ursprünglich drei Burggräben sowie
  • Befestigungsreste im Zugangsbereich der Burg.

Bis 1800 glich die Burg einem Trümmerplatz. Der Bau der Tagelöhner-Häuser und der Ausbau des „Alten Wachhauses“ zur Wohnung erfolgte etwa um 1800.Die Burg befand sich in ihrem Eigentum. Die Bodenreform enteignete die Familie. Die Kalbenser nutzten das Wachhaus in den Achtziger Siebziger Jahren als Jugendklub. Da es Schaden erlitt, bemühte sich 1982/83 der Kulturbund um das Haus. Mit historischen Ziegeln, die aus Abbruchmaterial in den umliegenden Dörfern geborgen wurden, konnte beispielsweise das Dach neu eingedeckt werden.Diese Tradition soll mittels dieser Dauerausstellung fortgesetzt, aber auch erweitert werden:
Anhand unserer Dauerausstellung in der unteren Etage informieren Sie sich nicht nur über unsere mittelalterliche Wasserburganlage, sondern begeben sich auf eine kleine Zeitreise durch die Jahrhunderte!
Die ganze Burganlage ist denkmalgeschützt. Seit 1990 folgten mittels Fördergelder einige Erhaltungsarbeiten, wie z. B. die Sanierung des Daches und der Einbau eines WCs. Schrittweise wurde das Wachhaus in den neunziger Jahren zur Heimatstube umgestaltet und dient seither als kleines Museum der Stadt mit regionalen Exponat-Leihgaben und -Schenkungen von unseren Bürgern.
Das „Alte Wachhaus“ ging in den Besitz der „Stadt Calbe an der Milde“. Seit 1952 wird Kalbe (Milde) erst mit dem Buchstaben „K“ geschrieben.
Die von Alvensleben lebten bewirtschafteten bis 1945 auf ihren Gütern in Calbe an der Milde.
Die Wasserburg Kalbe (Milde) wurde 1196 erstmals urkundlich erwähnt. 1324 erwarben die Ritter Albrecht und Gebhard von Alvensleben den Burgward. 1584 wurde die Burg nach einem Brand zum letzten Mal neu aufgebaut. Aus diesem Jahr stammt auch der Bau des Wachhauses. Während des 30jährigen Krieges im August des Jahres 1632 wurde die Burg auf Befehl des Kurfürsten von Brandenburg durch die Kalbenser und die Bewohner der umliegenden Dörfer des Calbeschen Werders abgetragen. Das Wachhaus blieb bei dieser Schleifung der militärischen Burganlagen erhalten.