Jeetze und Siepe

Die Ortsteile im Überblick

  • GEOGRAFISCHE LAGE: Jeetze liegt knapp zehn Kilometer nördlich von Kalbe und 17 Kilometer südlich von Arendsee
  • Jeetze ist ein Rundlingsdorf
  • FLÄCHE: 13,31 km²
  • HÖHE: 30 Meter
  • zum Ortsteil Jeetze gehört der Ortsteil Siepe
  • Jeetze wurde erstmals 1238 erwähnt, Siepe 1324
  • Die Ortschaft Jeetze ist seit dem 1. Januar 2010 ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Stadt Kalbe (Milde) und war vorher eigenständig
  • EINWOHNERZAHL: Jeetze hat 344 Einwohner, Siepe hat 57 Einwohner
  • ORTSBÜRGERMEISTER: Herr Wilfried Krüger
  • SOZIALE EINRICHTUNGEN:
  • Kindertagestätte Knirpsenland, Dorfstraße 27, Leiterin: Sigrun Mösenthin
  • KIRCHENGEMEINDE: evangelisches Pfarramt Jeetze, Pfarrer Hans-Christof Rösner; Förderverein Kirche Jeetze; Gemeindekirchenrat: Günter Uhde

Wissenswertes

Jeetze, im Osten des Altmarkkreises Salzwedel gelegen, in der Nähe der alten Heerstraße zwischen Salzwedel und Stendal. 12 km bis zur Bundesstraße 71 (Abfahrt Cheinitz). Zur Ortschaft Jeetze gehört der Ortsteil Siepe.

Sehenswert in Jeetze sind die romanische Feldsteinkirche von 1150, Überreste einer ehemaligen Ritterburg derer von Jeetze, Rundlingsdorf, Dorfstraße als Lindenallee, Bockwindmühle auf dem Mühlenberg.
Ertse urkundliche Erwähnung von Jeetze 1238 und Siepe 1324.

Im Ort befindet sich ein Lebensmittelmarkt, Frisör, Gaststätte, Sauna, Zimmervermietung, zahlreiche Vereine, darunter Verein zur Erhaltung der Jeetzer Windmühle e.V.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Chor besteht seit 1883

Männergesangsverein Jeetze

Gesang steht für Gemeinsamkeit – das wissen die 20 Mitglieder des Männergesangsvereins Jeetze nur zu gut. Seit 1883 besteht der Chor und repräsentiert seitdem den Ort Jeetze in der ganzen Altmark. Die Mitglieder aus Jeetze, Packebusch, Meßdorf, Spänningen und Mehrin feierten erst vor zwei Jahren das 125-jährige Bestehen ihre Vereins. Höhepunkt im Vereinsleben waren in diesem Jahr vor allem die Auftritte in der Median-Klinik Kalbe. Dort singen die Männer alle zwei Monate ein Ständchen, das nächste Mal an Heiligabend. Weitere Auftritte beim Rentnertreff in Meßdorf, beim Chorkonzert von Concordia Salzwedel, beim Tag des offenen Denkmals an der Jeetzer Mühle und bei vielen anderen Anlässen standen dieses Jahr auf dem Plan. Vorsitzender Gustav Dannehl weiß aber auch, wie wichtig es ist, gemeinsam etwas zu unternehmen. So erlebt man mit dem befreundeten Chor aus Proitze (bei Schnega) eine Kremserfahrt uns saß beim Grillfest mit den Frauen gemütlich beisammen. Dem langjährigen Vorsitzenden Ernst Lange sangen die Männer zum 90. Geburtstag ein Ständchen. Er leitete den Jeetzer Chor 34 Jahre lang. „Zurzeit sind wir ausgebucht, an den Wochenenden immer unterwegs, gerade auch zur Adventszeit“, so Dannehl. Insgesamt komme man 70 Mal im Jahr zu Auftritten und Proben zusammen. Auf Nachwuchs hoffe man sehr.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Jeetzer Kita mit Vorreiterrolle im Altmarkkreis

Kindertagesstätte Knirpsenland ist Kompetenzzentrum für frühkindliche Bildung

Die Jungen und Mädchen in der Jeetzer Kindertagesstätte Knirpsenland können sich glücklich schätzen: Sie werden in einer Einrichtung betreut, die sich seit einigen Wochen „Kompentenzzentrum für frühkindliche Bildung“ nennen darf. Bis zum Zertifikat war es ein langer Weg. Zwei Jahre lang mussten die Erzieherinnen und die Kita-Leitung die Inhalte und Räumlichkeiten umstellen, alte Strukturen in den Köpfen aufbrechen und vorallem viel Geduld und Ausdauer haben. Die harte Arbeit hat sich gelohnt, die Veränderungen in der Kita sind sichtbar. „Das fängt bei den normalen Dingen des Altags an“, sagt die Leiterin Sigrun Mösenthin. „Ob beim Schneiden mit der Schere oder beim Aufräumen – die Kinder lernen, eigenständig zu handeln, bauen ihre Fähigkeiten aus und eignen sich wichtige Kompetenzen an.“ Die Eltern spielen dabei eine wichtige Rolle und werden in die Betreuung einbezogen. Derzeit arbeitet die Kita auch mit anderen Kompetenzentren, sowie der Hochschule Stendal zusammen, um neue Projekte zu entwickeln. Neben der Salzwedeler Kita Max und Moritz ist die Jeetzer Kita bisher das einzige Kompetenzzentrum für frühkindliche Bildung im Altmarkkreis Salzwedel.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Altes Bauwerk erhalten

Mühlenverein

Der Jeetzer Windmühlenverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, das historische Bau- und Mahlwerk als Wahrzeichen des Ortes zu erhalten. Die 1834 erbaute Bockwindmühle wurde 2006 restauriert. Im vorigen Jahr erhielt das Flügelkreuz einen neuen Anstrich. Kleine Reparaturen konnten die rund 85 Vereinsmitglieder bisher gut bewerkstelligen. Zum Deutschen Mühlentag und dem Tag des offenen Denkmals besichtigten stets interessierte Bürger die Mühle, die technisch weitestgehend erhalten ist. Mahl- und Schrotgang, Sichter und Aufzug können Mühlenfreunde bestaunen. Bei Wind dreht sich auch das Flügelkreuz. Sobald es dunkel wird in Jeetze, wird das historische Bauwerk angestrahlt und zieht die Blicke auf sich. Vorsitzender des Mühlenvereins ist derzeit Bürgermeister Wilfried Krüger.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Wunsch der Jugendwarte: Mehr Nachwuchs

Freiwillige Feuerwehr Jeetze

Am 1. Januar 1998 wurde die Jugendwehr Jeetze ins Leben gerufen. Doch bereits davor wurden erste Versuche gestartet, Kinder und Jugendliche in die Wehrarbeit einzuführen und sie für die Brandbekämpfung zu begeistern. Der jetztige Jugendwart absolvierte damals einen Lehrgang, um die Schützlinge ausbilden zu können. Bereits seit elf Jahren nimmt die Jeetzer Jugendwehr am Zeltlager in Zichtau teil. Mehrere Urkunden schmücken den Vereinsraum über dem Gerätehaus. Leider steht es um den Nachwuchs in der Jugendabteilung nicht so rosig – von neun gemeldeten Mitgliedern sind nur noch vier Jugendliche aktiv dabei. Darum schließe man sich bei Wettkämpfen mit der Jugendwehr Brunau zusammen, um eine starke Mannschaft aufstellen zu können. Einige Jugendliche, die das 18. Lebensjahr erreicht haben, gehen aber auch direkt in die Freiwillige Feuerwehr Jeetze über, erklärt Axel Hübner. Ihre Grundausbildung haben in 2010 drei Jugendliche erfolgreich absolviert. In Kalbe erlernten sie das nötige Grundwissen für einen Feuerwehrmann. Dazu gehören unter anderem Fahrzeug- und Schlauchkunde. Im praktischen Teil musste die Brandbekämpfung nachgestellt werden. Die Teilnahme am Bundeswettbewerb in Zichtau, den Verbandwettkämpfen und dem Wirkungsbereichsausscheid ebnet den weiteren Weg als Brandlöscher. Zum Jahresabschluss fahren die Jeetzer meist zum Bowling. Damals habe man mit 22 Mitgliedern begonnen, erinnert sich Axel Hübner, dessen Stellvertreter Frank Tiedge ist. Georg Zacharias, der bis vor kurzem als Jugendwart agierte, unterstützt die Jeetzer Wehr auch weiterhin mit Ratschlägen. Als Jugendwartin engagiert sich Axel Hübners Tochter in der Feuerwehrarbeit. Beide hoffen, das in Zukunft mehr junge Leute Interesse für die Jugendarbeit hegen und Mitglieder werden, um den Nachwuchs für später abzusichern.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Kirche sanieren

Förderverein will sich gründen

Die Jeetzer Kirche hat dringend eine Komplettsanierung nötig. Das wurde bei der Bestandsaufnahme der Schäden durch Hans-Christof Rösner aund Alexander Prinz deutlich. Die Feuchtigkeit dringt in die Mauern, Altar und Orgel sind beschädigt und die 13 Tafeln zum Glaubensbekenntnis müssen restauriert werden. Um die Sanierungsmaßnahmen bewerkstelligen zu können, will sich ein Förderverein für die Jeetzer Kirche gründen. Bei einer ersten Versammlung im Oktober fanden sich bereits einige interessante Bürger zusammen, die das historische Bauwerk erhalten wollen. Mehrere tausend Euro würde die Sanierung kosten. Um das Geld über Förderungsmöglichkeiten zu bekommen, will sich der neu zu gründende Verein für die Kirche stark machen. „Bisher habe ich mich meist alleine um die Kirche gekümmert“, sagt Günter Uhde vom Gemeindekirchenrat. Nun hoffe er, dass durch die Vereinsmitglieder wieder mehr Interesse für das Gotteshaus aufkommt und die notwendigen Arbeiten finanziert werden können. Im Januar fand die Gründungsversammlung des Fördervereins statt.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)