Altmersleben und Butterhorst

Die Ortsteile im Überblick

  • LAGE: Mitten im Gebiet Kalbescher Werder, etwa drei Kilometer nördlich von Kalbe
  • ORTE: Altmersleben mit 283 Einwohner und Butterhorst mit 30 Einwohnern
  • ORTSBÜRGERMEISTER: Herr Bernd Pawelski, Termine nach Vereinbarung im Dorfgemeinschaftshaus
  • SOZIALE EINRICHTUNGEN: Dorfgemeinschaftshaus, Sporthaus, Jugendklub, Bibliothek, Kleinstheim der Arbeiterwohlfahrt
  • KIRCHENGEMEINDE Altmersleben-Butterhorst, Kirchenratsvorsitzender Bodo Otte, zuständiges Pfarramt Kalbe, zuständiger Pfarrer Dieter Borchert
  • VEREIN: Motorsportclub (MSC) Altmersleben
  • FEUERWEHR Altmersleben / Wehrleiter: Steffen Liermann

Wissenswertes

Altmersleben ist ein Ortsteil der Stadt Kalbe (Milde), zur Ortschaft gehört der Ort Butterhorst. Bereits 1164 sei Altmersleben erstmals urkundlich erwähnt, steht in der Ortschronik. Die Sakristei der Feldsteinkirche stamme von 1174. Die Endung -leben sei im Magdeburgischen sehr gebräuchlich und ist ein germanisches Wort. Ihr Ursprung liege im Germanischen und bedeute Erbe, Besitzgut. Der vordere Teil sei ein Eigenname, der auf die Einflüsse der Thüringer im 6. Jahrhundert hinweisen könnte. Altmersleben liegt auf dem Werder, einem alten Siedlungshügel, zwischen Kalbe (Milde) und Brunau. Altmersleben lag vor langer Zeit an einem See. Der „Joosdiek“ bezeichnet seine Lage. Vielleicht lag bei Altmersleben die älteste Kultstätte auf dem Werder. Es wurden an vier Fundorten Urnen geborgen. Ist das Dorf eines der ältesten, so ist die Sakristei (ein Umkleideraum für den Geistlichen) der schönen romanischen Feldsteinkirche wahrscheinlich das älteste Bauwerk auf dem Werder (1174).

 

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Auf der Rennstrecke haben auch Radler Spaß

Motocross in Altmersleben

Auf dem Mühlenberg finden jährlich Motorcross-Events statt.

Motorsportclub veranstaltet Landesmeisterschaft

Der Motorsportclub Altmersleben (MSC) ist der einzige Verein im Ort. 44 Mitglieder sind dort aktiv, erzählt der Vereinsvorsitzende Jörg Ensminger. Sie fahren in verschiedenen Kubik- und Altersklassen Motocross. Die jüngsten Mitglieder sind 11 und der älteste 54 Jahre alt. Eine 20-jährige Bismarkerin holte sich bei den Damen in diesem Jahr den Landestitel. Die wichtigste Veranstaltung ist das alljährliche Ausrichten der Landesmeisterschaften. In den vorigen Jahren seien bis zu 1000 Zuschauer gekommen. Doch in diesem Jahr sei das Wetter schlecht gewesen. Lediglich 500 Besucher guckten sich die Wettkämpfe an, die erstmals an zwei Tagen stattfanden. Am 2. Oktober findet das Abschlusstraining der Aktiven statt. Aber auch Besucher können mit einer Simson über die Strecke fahren. Los geht es um 8:30 Uhr. Auch abseits des Renngeschehens ist der Verein aktiv: Im Winter organisiert der Verein ein Winterrodeln. „Am Himmelfahrtstag veranstalten wir ein Fahrradcross an der Rennstrecke“, sagt der Vereinsvorstitzende. 2011 feierte der MSC sein 40-jähriges Bestehen. „Wir wollen mit der Firma Astka zusammen feiern, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen hat“, so Ensminger.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Butterhorst verweist auf Trappe

Untere Milde

Aus der Geschichte des Ortes

Butterhorst, erstmals 1280 erwähnt, setzte sich aus Botter, der früheren Bezeichnung für Trappe, und Horst zusammen. Horst bezeichnet eine Talsandinsel. Noch im 18. Jahrhundert konnte man das Dorf nur mit einem Kahn erreichen. Im 13. Jahrhundert schenkte Marktgraf Otto V. das Patronatsrecht der Kirchen beider Orte dem St. Spirituskloster von Salzwedel. 1324 gingen die Orte an die von Alvensleben. Im zweiten Weltkrieg stand bei den Orten der Längswellen-Sender „Goliath“. Er gald als die damals größte Funkstation der Welt. 1945 besetzten ihn amerikanische Truppen. Später war das Areal Gefangenenlager. Die sowjetische Armee demontierte die Anlage. Heute leben in Butterhorst 30 Einwohner. Seit dem 1. Januar 2009 ist die ehemalige Gemeinde Altmersleben mit Butterhorst ein Ortsteil der neuen Stadt Kalbe (Milde) und seit diesem Jahr Einheitsgemeinde.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)

Goliath-Gelände (ehem. Marinefunkstation von 1946)

Altes Fundament eines Sendemastes

Goliath – Gelände (ehem. Marinefunkstation von 1942-1945)
Das Gelände befindet sich zwischen der Ortschaft Butterhorst und der Stadt Kalbe (Milde).
Nebenstehend sehen Sie ein unbeschädigtes Fundament eines der 1946 demontierten Sendemaste des Längstwellensenders „Goliath“, der im 2. Weltkrieg zur Übermittlung von Befehlen an getauchte U – Boote diente.
Die Mastanlage für jeden Sendekreis, es waren drei an der Zahl, bestanden aus einem runden Mittelmast von 200m Höhe und einem Durchmesser von 2m. Dieser Mittelmast stand auf einer 60cm starken Porzellankugel zur Abschirmung gegen das Erdreich. Weitere fünf Dreiecksmaste mit einer Höhe von 170m gehörten zu jedem Sendekreis.

Quelle: Volksstimme (Serie: „Kalbes schöne Dörfer“)