Pressemitteilung: Bürgerberatung für Betroffene von SED-Unrecht in Kalbe (Milde)

Die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt zum Beratungstag am Dienstag, den 28.11.2017 von 9.00 – 17.00 Uhr, in den Versammlungsraum des Rathauses (Schulstraße 11) in Kalbe (Milde) ein.

 

Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden:

  • zu Unrecht inhaftierte,
  • Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
  • Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
  • Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
  • Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
  • Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten,
  • Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS.

Des Weiteren erfolgt eine Beratung zu

  • Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung)
  • monatliche Zuwendung (“Opferrente”)
  • Kinderheimen
  • Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung.

Ebenfalls können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.

Das Beratungsangebot kann ohne Voranmeldung genutzt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Dikatatur

Schleinufer 12

39104 Magdeburg

Tel.: 0391/560-1501

Fax: 0391/560-1520

E-Mail: info@lza.lt.sachsen-anhalt.de